Stromsparen in Europa
Derzeit ist jedes Wirtschaftswachstum an einen erhöhten Stromverbrauch gekoppelt. Diese Korrelation ist auch in privaten Haushalten zu beobachten. Nach einer europäischen Studie wird ein beträchtlicher Anteil des Stromverbrauchs im Haushalt für elektrische Heizsysteme verbraucht, nämlich 22 Prozent; 15 Prozent für den Kühl- und Eisschrank, 12 Prozent für Licht und 12 Prozent für Sonstiges.
Mit der Entscheidung des europäischen Parlaments, herkömmliche Glühbirnen und ineffiziente Halogenbirnen bis 2012 abzuschaffen, rechnet die Kommission mit einer Reduzierung des Stromverbrauchs in EU-Haushalten um 10 bis 15 Prozent.
In den letzten 10 Jahren wurden Energieeffizienz und Geräteleistungen enorm verbessert (die meisten in der EU verkauften Kühlschränke beispielsweise verbrauchen 70 Prozent weniger Strom als vor 10 Jahren). Bildlich gesprochen wurde damit der CO2-Ausstoß von fünf Millionen Autos eingespart.
Eine ganze Reihe politischer Richtlinien wurden etabliert, um die Energie- und Umweltbilanz von Produkten zu verbessern. So formuliert die Ökodesign-Richtlinie Anforderungen für die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte. Die SAVE-Richtlinie entwickelt Maßnahmen zur Verminderung der CO2-Emissionen durch rationelle Energienutzung. Daneben wurden Richtlinien in vielen anderen Bereichen von den Mitgliedstaaten der EU beschlossen.
Von den Mitgliedsstaaten wurden Anreize und öffentliche Förderungen eingeführt, um die Energie- und Ressourceneffizienz von Produkten zu verbessern. Die Energy-Star-Richtlinie verpflichtet alle Institutionen der EU und alle Behörden der Mitgliedsstaaten, Strom sparende Bürogeräte anzuschaffen.
Die Radiokampagne stellt verschiedene Wege zukünftiger und gegenwärtiger Energie- und Ressourceneffizienz sowie Einsparpotenziale vor.
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